​ICE-Halt Coburg übertrifft Erwartungen

Das Fahrgastaufkommen am ICE-Halt Coburg übertrifft nach Angaben der Kreisgruppe Coburg im Verkehrsclub Deutschland (VCD) die Erwartungen

Diese Bilanz zieht Vorsitzender Gerd Weibelzahl 100 Tage nach Eröffnung der ICE-Neubaustrecke Ebensfeld-Coburg-Erfurt. Besonders stark genutzt würden die sechs ICE-Abfahrten in Coburg. "Die Bahnsteige stehen immer voller Menschen, und jeder der sechs Züge hat zwischen 80 und 100 Ein- bzw. Aussteiger", so Weibelzahl. Damit habe Coburg die Vorgabe der DB Fernverkehr, mindestens 500 Ein- und Aussteiger pro Tag zu erreichen, bereits nach drei Monaten geknackt. Zufriedenstellend sei auch die Nutzung der Regional-Express-Züge (RE), die zwischen Coburg und Bamberg auf der Neubaustrecke fahren. Der neue Parkplatz an der Lossaustraße sei bereits jetzt voll belegt. Zwei Drittel der Nutzer kommen nach Angaben von Gerd Weibelzahl aus Stadt und Landkreis Coburg, die meisten Nutzer aus Nachbarlandkreisen aus Hildburghausen und Kronach. Verbesserungswürdig sei der RE-Fahrplan in Richtung Lichtenfels, um einen guten Anschluss an den neuen Regional-Express Nürnberg-Leipzig herzustellen. Auch müssten weitere Parkplätze am Bahnhof Coburg geschaffen werden, so der VCD.

Ab Ende 2018 wird ein weiterer ICE-Zug samstagsvormittags in Coburg halten und über Berlin nach Warnemünde fahren. Klaus-Dieter Josel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für den Freistaat Bayern, hat die Bilanz und die Fahrplanerweiterung an Oberbürgermeister Norbert Tessmer übermittelt.

Tessmer zeigte sich erfreut über die Mitteilung: „Seit Beginn zeichnet sich die sehr gute Annahme des Angebots ab. Die Zusage der Bahn bei guter Nutzung weitere Angebote zu prüfen, werden wir einfordern.“ 100 Tage nach Start der neuen Verbindung zog die Bahn eine erste Erfolgsbilanz und begründete damit den Ausbau des Angebots gegen Ende des Jahres 2018. Weitergehend sollen zusätzliche ICE-Halte in Coburg ab dem Jahr 2020 geprüft werden. „Aufgrund dieser Meldung müssen wir die Bahn dazu veranlassen, den Ausbau der Parkplätze sowie die Inbetriebnahme der Aufzüge schnellstmöglich vorantreiben“, ergänzte Oberbürgermeister Tessmer.